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Traditionslinie · Seit 1814

Kristallin, edel, zeitlos.

Kandis aus unserer Hamburger Manufaktur – von reinem Kristallzucker bis zum eingelegten Rum-Kandis, den unser Haus in den 1970er-Jahren selbst erfunden hat. Eine Rezeptur, die seit über 50 Jahren nichts von ihrem Reiz verloren hat.

Händlerwissen kompakt

Alles über Kandis


Ein Wort, das durch drei Sprachräume gereist ist

Kandis wurde vermutlich bereits im 4. Jahrhundert in Indien aus eingekochtem Zuckerrohrsaft hergestellt – unter dem altindischen Namen „khand". Im 7. Jahrhundert übernahmen die Araber die Technik und das Wort als „qand", von dort gelangte es ins Spätmittelalter nach Europa und wurde zu Sugar Candy, Sucre Candi, Zucchero Candito – und schließlich zu unserem „Kandis".

Tipp für das Verkaufsgespräch: „Das Wort Kandis ist über 1.500 Jahre alt und hat auf dem Weg von Indien nach Europa drei Sprachen durchquert. Älter als jedes Familienrezept, das wir sonst erzählen."

Wie aus Zuckerlösung Kristalle werden

Eine stark gesättigte Zuckerlösung kristallisiert über Tage bis Wochen langsam in speziellen Behältern aus – so entstehen die großen, klaren Kristalle, die Kandis von Haushaltszucker unterscheiden. Brauner Kandis erhält seine karamellige Note durch eine zusätzliche Karamellschicht um die Kristalle. Genau diese Größe sorgt dafür, dass sich Kandis im heißen Tee langsam und gleichmäßig auflöst, statt die Süße auf einen Schlag abzugeben.

Tipp für das Verkaufsgespräch: „Kandis löst sich langsamer auf als normaler Zucker – deshalb bleibt die Süße im Tee gleichmäßig, von der ersten bis zur letzten Tasse."

Die Erfindung, die in der eigenen Werkstatt entstand

Eingelegter Kandis in Alkohol oder Sirup ist keine Übernahme, sondern eine Erfindung von L.W.C. Michelsen selbst: In den frühen 1970er-Jahren entwickelte Rainer Peters, der Vater von Jan Erik Peters, im eigenen Familienbetrieb den ersten eingelegten Kandis – Rum-Kandis. Bis heute wird er, wie alle Kandis-Spezialitäten des Hauses, in eigener Manufaktur gefertigt.

Tipp für das Verkaufsgespräch: „Rum-Kandis ist keine Trend-Idee von letztem Jahr – die hat mein Vater in den 1970ern in unserer eigenen Werkstatt entwickelt." (Jan Erik Peters)

Kluntje und die Regeln der ostfriesischen Teezeremonie

In der ostfriesischen Teezeremonie kommt der Kandis – dort „Kluntje" genannt – vor dem Tee in die Tasse und knistert charakteristisch beim Aufgießen. Gerührt wird nicht: So bleiben die drei Schichten aus kräftigem Tee, Sahnewölkchen und langsam aufsteigender Süße getrennt erlebbar. Und: Wer eingeladen ist, trinkt traditionell mindestens drei Tassen – weniger gilt als unhöflich.

Tipp für das Verkaufsgespräch: „In Ostfriesland wird der Tee nie umgerührt – das Knacken des Kluntje gehört zum Ritual. Und drei Tassen sind Pflicht, keine Höflichkeitsfrage."

Warum eine Dose Kandis kaum je schlecht wird

Trocken und luftdicht gelagert ist Kandis praktisch unbegrenzt haltbar – sein hoher Zuckergehalt und die kristalline Struktur lassen kaum Raum für Verderb. Das macht ihn, neben Tee-Zubehör, zu einem Geschenk ganz ohne Ablaufdruck.

Tipp für das Regal: „Trocken gelagert hält sich Kandis praktisch unbegrenzt – ein Geschenk, das niemand unter Zeitdruck verschenken muss."